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Hier der Testbericht von Jens Edelmann (Eigentümer des Nissan )zum Einsatz des neuen Kumhoreifen KL71 in der Größe 31x10,5 R15. Jens Edelmann schreibt für den Reise Know How-Verlag und bereist seit etlichen Jahren Nordafrika ![]() siehe hier Hallo Herr Krüger, Die Feuerwehr (Nissan Patrol) hat prima durchgehalten. Keine Ausfälle. Unsere Tour führte uns von Tataouine über Ksar Ghilane zum Jebel Tembaine (ziemlich anspruchsvolle Dünen) und von dort nach Douz, wo nochmals Dünenpassagen und Fahrten im Chott angesagt waren (Sandrosen suchen). Dabei hatte ich Gelegenheit, die KUMHO`s ausgiebig unter allenmöglichen Bedingungen zu testen. Unser Fahrzeug war mit 3 Personen, dem Gepäck sowie 100 Liter Wasser und 40 Liter Dieselreserve mittelmäßig schwer beladen. Zu den Reifen folgender Eindruck: Im Sand wurden die KUMHO hinten mit 1,6 bar vorn mit 1,8 bar gefahren. Tiefere Absenkung des Luftdrucks war nicht nötig. Dabei stehen die Reifen gut, trotz (oder gerade wegen) ihres gewaltigen Profils. Allerdings scheint das seitliche Sägezahnprofil die Vorwärtsbewegung auf tiefsandig verspurten Pisten eher zu hemmen. Schräglagen an der Düne und Anfahrversuche aus dem Stand sind bis zu einem gewissen Punkt kein Problem, die Traktion im Sand scheint allerdings (rein subjektiv) etwas schlechter zu sein als beim Michelin X oder beim BFG AT. Das Wegrutschen an weichsandigen Passagen hielt sich in Grenzen. Sobald nach innen (d.h. zum Hang hin) gelenkt wird, greifen die Reifen und schaufeln sich ihren Weg durch den Sand. Auch am Strand (Djerba) gabe es selbst ohne abgesenkten Luftdruck keine Probleme. Sehr gute Traktion auf Wellblech und überhaupt im steinigen Gelände sowie auf nasser Straße! Staun, staun! Exzellentes Kurvenfahrverhalten. Sehr gute Steigfähigkeit. Am Chott aus Gründen der Faulheit bis zur nächsten Tankstelle die Reifen mit 1,9 Bar auf Straße bei 100 Km/h gefahren, ohne Probleme. Werden dabei allerdings heiß. Insgesamt denke ich, dass die KUMHO`s einem Vergleich mit BFG MT in jedem Fall standhalten, soweit gemischtes Gelände gefahren wird. Im Sand scheinen sie etwas schlechter zu sein, als ein Michelin X 7,5 R 16, was vielleicht auch physikalische Gründe hat, denn hoch und schlank ist im Sand nun einmal besser. Allerdings ist es schwierig, das wirklich objektiv zu vergleichen, da man dazu die identische Geländesituation mit dem gleichen Fahrzeug und verschiedenen Reifen durchfahren müsste. Insgesamt haben sich die KUMHO im schwierigen tunesischen Sand ganz gut bewährt. Der 31 x 10,5 R 15 bildet sicherlich einen machbaren Kompromiss zwischen dem bei geringer Motorleistung des Patrol erzielbarem Drehmoment und der Traktion. Der Verbrauch auf Straße lag bei 3,0 bar hinten und 2,5 bar vorn bei einem Schnitt von 100 Km/h bei ca. 11,5 - 12,5 Liter Diesel. Darüber habe ich gestaunt, hätte bei dem eher kleinen Rad mit den breiten Reifen einen höheren Verbrauch erwartet. Zum Patrol: Mit eingelegter Reduktion im 3. Gang bei ca. 1.800 U/min sehr gute Traktion und kraftvoller Durchzug. Schlecht hingegen die Power des Motors im 2. Gang bei Normalallrad, hier eher die Tendenz zum „Verhungern“. Da reichen weder PS noch Hubraum . Nachteilig auch der lange Radstand an Dünenkämmen sowie beim Manövrieren in schmalen Gassis. Die Höherlegung hat sich sehr bewährt. Der "Hängebauch" ist nicht mehr so hinderlich wie am Anfang. Die Verschränkung des Fahrwerks ist fast so gut wie bei einem Fahrwerk mit Schraubenfedern. Das hätte ich nicht erwartet! Einen Schnorchel nachzurüsten erscheint mir aufgrund der Luftansaugung beim Patrol im Radkasten sinnvoll, da der Luftfilter auf Piste schon nach kurzer Zeit "zu" ist. Die Reifen-Info`s können Sie gern an den KUMHO-Vertreter weiterleiten. Einstweilen beste Grüße und bis bald! Jens Edelmann ![]() |